euch nichts, denn ich bin da! Und eure Kollegen geben immer ihren Segen, Denn ...

Archiv: Programme früherer Jahre: 2007/2008



Einmal mehr ist die Konzertsaison der ignm Zürich geprägt von grössten Gegensätzen. In acht Programmen präsentieren wir kompromisslose musikalische Äusserungen, jede für sich einzigartig.

Mit dem Portrait des rumänischen Komponisten Stefan Niculescu wird Versäumtes nachgeholt: der heute Achtzigjährige gehört zu den Schwergewichten der komponierten Musik. Der Auftritt von Frachter in Winterthur lässt dann eine junge Generation improvisierender Musiker zu Wort kommen; das Gegenstück dazu bildet das mondrian ensemble aus Basel, das sich mit Programmen zeitgenössischer Musik bereits durch die Welt gespielt hat und in Zürich vier Kompositionen neusten Datums zu Gehör bringt. 

Von einem ganz anderen Planeten stammen die rigorosen "Studien" von Martin Neukom, als deren Gegenpol wir in der "Hörstube" die intime musique concrète des Labels "cinéma pour l'oreille" vorstellen. 

Ein Soloprogramm auf dem Toy Piano (seit Cage Kult!) spielt Claudia Birkholz; gleichentags ist der Saxophonist Marcus Weiss mit für ihn geschriebenen Werken zu erleben; schliesslich kommt ein neues Programm für Klaviere in Skordatur von Edu Haubensak zur Erstaufführung. Ausserdem tritt die ignm Zürich wie bereits 2006 wieder als Mitorganisatorin des Festivals "Zwei Tage Zeit" auf.

Jedes einzelne Programm soll eine intensive Musikerfahrung ermöglichen. Wie wäre es erst, wenn man alle hören ginge?

Felix Profos


1 Ştefan Niculescu  Montag, 19. November 2007, 20.00

Frachter  Donnerstag, 22. November 2007, Türöffnung 20.15

Cinéma pour l'oreille  Samstag, 22. Dezember 2007, durchgehend von 14.00 bis 22.00

4 Zwei Tage Zeit - Festival für improvisierte Musik  Freitag, 18. Januar 2008 und Samstag, 19. Januar 2008

5 Martin Neukom: Studien 1993-2007  Dienstag, 11. März 2008, 20.00

6 Edu Haubensak: Gefärbte Variationen Donnerstag, 3. April 2008, 20.00

7 mondrian ensemble  Dienstag, 15. April 2008, 20.00

8 Solo  Mittwoch, 23. April 2008, 20.00


1

Montag, 19. November 2007, 20.00 (geändert!)

ZKO-Haus, Seefeldstrasse 305, 8008 Zürich
www.culturescapes.ch 

Ştefan Niculescu

19.00 Uhr: 
Valentina Sandu-Dediu spricht mit Ştefan Niculescu über seine Musik

20.00 Uhr
Ştefan Niculescu: Duplum II (1986) für Klarinette und Klavier
Liviu Dănceanu: Andamento (1994) für Klarinette, Violine und Schlagzeug
Ştefan Niculescu: Hétérophonies pour Montreux (1986) für Flöte, Englischhorn, Klarinette, Horn und Fagott
Dan Dediu: Apfelwürmer I (2005) für Klarinette und Horn und
Apfelwürmer II (2006) für Flöte und Klavier
Ştefan Niculescu: Sequentia (1994) für sechs Solisten

Ensemble Profil (Bukarest)
Tiberiu Soare (Leitung)


Sie ist eine der ältesten musikalischen Erscheinungsformen überhaupt: die Heterophonie. Platon beschrieb sie, Folklore-Traditionen überliefern sie aus Asien, Afrika oder eben Rumänien, geistliche Choralpraktiken führen zu ihr, im Gesang der Vögel ist sie zu vernehmen - doch in der westlichen Musik blieb sie eine Randerscheinung. Nicht so beim rumänischen Komponisten Stefan Niculescu, der heute wohl als Klassiker der Moderne gälte, wäre er nicht der Diktatur Ceausescus trotzend in Rumänien geblieben. Seine Musik ist geradezu eine in alle Richtungen führende Ausfaltung der Heterophonie, die ihm nicht nur als zusätzliche Satztechnik gilt, sondern selbst formbildend wird: So wie die Sonatenform ohne die Entwicklung der Tonalität nicht denkbar gewesen wäre, sucht Niculescu nach Formen, die spezifisch aus der Heterophonie hervorgehen - und findet solche etwa in Sincronie. 

"Diese Musik muss überall bekannt werden", meinte György Ligeti, als er in den 90er-Jahren der Musik Niculescus begegnete und in ihm einen musikalisch verwandten Komponisten erkannte. In der Tat führt Niculescus Heterophonie in zufällige Nähe zu Ligetis Mikropolyphonie, mehr noch: beide verankerten ihre Musik in Traditionen ihrer Heimat kombiniert mit internationaler Ausrichtung, erforschten nicht-oktavierende Räume, suchten nach einer post-chromatischen (auch mikrotonalen) Diatonik und machten ihre mathematische Begabung musikalisch wirksam.

Tobias Rothfahl

Koproduktion mit dem Festival culturescapes. 

Weiteres Konzert: Rote Fabrik, 21. November 2007, 20.00: Trio Contraste (Bukarest) spielt Musik rumänischer Komponisten. Freier Eintritt für ignm-Mitglieder.


2

Donnerstag, 22. November 2007, Türöffnung 20.15

Kulturzentrum Gaswerk, Untere Schöntalstrasse 19, 8401 Winterthur
www.gaswerk.ch 

Frachter 

Daniel Sailer (electric contrabass, fx, amplifiers)
Peter Conradin Zumthor (analog synth, percussion, amplifiers)
und diverse passive Instrumente

Vorkonzert:
Dominik Blum Hammond solo

"Physisch erfahrbare, hypnotische Soundwände, schiere Klanggewalt, brodelnd, stampfend, brüllend. Mit einem Arsenal von Röhren-Verstärkern werden Feedbacks in den tiefsten Frequenzbereichen erzeugt, die des Hörers (bzw. "Fühlers") Eingeweide massieren und dessen Körper erzittern lassen! Ein fieses, tonnenschweres, bösartig-sinistres Riff, bis zur Unkenntlichkeit ausgebremst, schält sich dann und wann aus dem dicht geschichteten Gedröhn und Gewummer, macht sich breit - jeder Tonwechsel wird als epochales Ereignis zelebriert(!) - bis es sich der eigenen unendlichen Gravitation beugen muss und wieder in der bodenlos-düsteren, donnernden Finsternis tosend und brüllend versinkt." (P.C.Zumthor über Frachter)

Die Churer Band Frachter ist eher ein Gespenst: seit längerem halten sich in interessierten Kreisen Gerüchte über diese kompromisslose Formation, die bis zu eineinhalbstündige Klangmonolithen produziert und es dabei vor allem auf den tiefsten Bassbereich abgesehen hat, dort, wo sich Töne als das zu erkennen geben, was sie sind: Druckwellen, fern jeder "Bedeutung". 

In unserer Gegend zum ersten Mal!

Felix Profos


3

Samstag, 22. Dezember 2007, durchgehend von 14.00 bis 22.00

Villa Egli, Höschgasse 4, 8008 Zürich

Cinéma pour l'oreille

Hörlounge mit Musik von 

Dominique Petitgrand 
Hervé Castellani 
Jean-François Laporte
Walter Ruttmann


Sofa, Sessel, Stühle - die schön gelegene Villa Egli lädt mit einer Hörlounge zum häuslichen Hören ein. Kein Live-Auftritt steht für diesmal im Mittelpunkt. Stattdessen erwartet den Besucher eine CD-Auswahl des französischen Labels Collection Cinéma pour l'oreille, welche an einzelnen Abspielstellen mit Kopfhörern bereit liegen. Die Hörlounge bietet aber auch einen Ort der Begegnung, wo sich die Besucher untereinander austauschen können oder in der hektischen Vorweihnachtszeit Platz und Musse finden, in einem speziellen Ambiente zu verweilen.

Die von Jérôme Noetinger gegründete Collection Cinéma pour l'oreille steht in der Nachfolge der musique concrète eines Pierre Schaeffer oder Pierre Henry. Konkrete Klänge, losgelöst aus ihren Alltagssituationen und raffiniert zu neuen Arrangements montiert, wecken ein oft klangsinnliches Erlebnis. Französischer Charme und Esprit bleiben nicht aus, die Kompositionen haben Witz, ohne einen gewissen Tiefgang zu vernachlässigen.

Auf Collection Cinéma pour l'oreille finden sich Komponisten wie Dominique Petitgrand, Hervé Castellani oder Jean-François Laporte. Und selbst Walter Ruttmanns weekend aus dem Jahre 1921 ist immer wieder bewegend anzuhören. 

Zeitungen und Zeitschriften, Kaffee und Kuchen - nicht nur für die Ohren ist vorgesorgt. Mesdames et messieurs, prenez place! 

Michael Heisch


4

Freitag, 18. Januar 2008 und Samstag, 19. Januar 2008

Theater Rigiblick, Germaniastrasse 99, 8044 Zürich
www.zweitagezeit.ch 

Zwei Tage Zeit - Festival für improvisierte Musik

Freitag, 18. Januar 2008

19.30 Dorothea Rust (Tanz), Malcolm Goldstein (Violine)
20.45 Harald Kimmig (Violine), Ludwig Hübsch (Tuba), Lê Quan Ninh (Perkussion)
22.00 Aleks Kolkowski (div. Violinen, Plattenspieler)

Samstag, 19. Januar 2008

19.30 Isabelle Duthoit (Klarinette, Gesang), Jacques Demierre (Klavier)
20.45 Markus Eichenberger (Klarinetten)
22.00 Peter Mettler (Film), Fred Frith (Gitarre)


Zwei Tage Zeit, das Festival für improvisierte Musik, gelangt zur zweiten Auflage. Nach der spannenden Premiere im Januar 2006 stehen diesmal improvisierende Musikerinnen und Musiker im Zentrum, die weitgehend auf elektronische Unterstützung verzichten. Dass dabei die Violine und die Klarinette mehrfach vertreten sind, mag ein Zufall sein, dahinter stehen aber auf jeden Fall Köpfe, die nicht jeden Modetrend aufschnappen, sondern seit Jahren an ihren ureigenen Projekten arbeiten. 

Speziell freuen wir uns auch auf das Trio mit dem Klangmagier Lê Quan Ninh, den wir vor einigen Jahren in einem Soloprogramm vorgestellt haben.

Auch in dieser zweiten Ausgabe des Festivals werden die Grenzen reiner Musik überschritten. Die beiden Projekte mit Dorothea Rust (Tanz) / Malcolm Goldstein (Violine) und Peter Mettler (Film) / Fred Frith (Gitarre) bilden den Rahmen des diesjährigen Programms. 

Valentin Marti

Zwei Tage Zeit ist eine Gemeinschaftsproduktion der drei Konzertveranstalter Musikpodium der Stadt Zürich, Werkstatt für improvisierte Musik (WIM) Zürich und ignm Zürich. 


5

Dienstag, 11. März 2008, 20.00 

Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich
www.walcheturm.ch 

Martin Neukom: Studien 1993-2007

Studie 8.5 6'58
Studie 5.5 4'00

Studie 18.1 200''
Studie 18.2 200''
Studie 18.3 200''
Studie 18.6 200''

Studie 7.1 16'02

Studie 18.8 200''
Studie 18.9 200''
Studie 18.11 200''
Studie 18.12 200''

Studie 14.1 4'08
Studie 8.3 11'09

Studie 18.13 200''

Peter Färber (Technik)


"Neben dem menschlichen Ausdruck interessieren mich in der Musik auch abstraktere Elemente wie geometrische Figuren und Strukturen, architektonische Formen oder algorithmische Verläufe. Diese kann ich am besten mit dem Computer berechnen, zum Klingen bringen und nachprüfen, ob und wie sie wahrgenommen werden. Mit Ausnahme der Studien 8.x, die alle rein intuitiv entstanden sind und in denen natürliche Klänge verarbeitet sind, kommen vor allem Modelle aus Mathematik, Kybernetik, Systemtheorie und 'Artificial Life' zur Anwendung." (Martin Neukom)

Fast das gesamte kompositorische Werk von Martin Neukom besteht aus sogenannten Studien, deren Entstehung sich über einen Zeitraum von fast 20 Jahren erstreckt. 

Die Studien bewegen sich auf einer Grenzlinie zwischen Komposition und einer Art Klang- und Strukturforschung, deren Resultate aber eine ganz direkte musikalische Wirkung erzielen.

Alle neuen Stücke (Studien 18.x) beziehen den Raum als zentrales Moment mit ein und bedienen sich dabei der Ambisonic-Technik, an deren Entwicklung Martin Neukom und Peter Färber massgeblich beteiligt waren und sind, und die eine bisher nicht dagewesene Präzision in der Raumverteilung der Klänge ermöglicht. 

Dieses Konzert ist eine Zusammenarbeit mit dem ICST (Institute for Computer Music & Sound Technology) Zürich.

Felix Profos


6

Donnerstag, 3. April 2008, 20.00

Kunsthaus Zürich, Vortragssaal

Edu Haubensak: Gefärbte Variationen

Fünf Zusammenhänge (2003), 6. Stimmung, Uraufführung 

I. Prolog
II. 20 Zeilen
III. 19 Zeilen
IV. 37 Zeilen
V. Epilog

Gefärbte Variationen (2002), 5. Stimmung

Suite (2003-04), 7. Stimmung, Uraufführung

I. Ostinato
II. Imitation
III. Fantasie
IV. Abweichung
V. Monochrom
VI. Einzeller

Thomas Bächli (Klavier)


Drei Kompositionen für drei umgestimmte Klaviere solo erwarten die Besucher dieses Konzertes. Jedes Instrument wird in einer individuellen Stimmung präsentiert, jedes Klavier hat seinen eigenen Klang und seine eigene Harmonie. Abweichend von der herkömmlichen, temperierten Stimmung sind diese Werke zentral in einer ganzen Reihe von Klavierstücken, die in den letzten Jahren entstanden sind. An diesem Abend sind die Stimmungen fünf bis sieben zu hören, die Sechste und die Siebte in Uraufführung. 

Eröffnet wird der Anlass mit den signalartigen Glissandi im Prolog der Komposition Fünf Zusammenhänge. Die sieben weissen und die fünf schwarzen Tasten wurden parallel verschoben in gleichen Abständen (äquidistant) gestimmt. Nach dieser Uraufführung interpretiert Tomas Bächli die Gefärbten Variationen, eine Komposition, die sich langsam von zweistimmigen, kreuzenden Linien zu komplexeren Klängen entfaltet. Die sechsteilige Suite basiert auf verschiedenen Kompositionstypen, überschrieben mit Ostinato oder Imitation, mit Fantasie oder Abweichung, bis hin zu den ausgefallenen Monochrom und Einzeller. 

Edu Haubensak


7

Dienstag, 15. April 2008, 20.00

Theater Rigiblick, Germaniastrasse 99, 8044 Zürich 
www.theater-rigiblick.ch, www.mondrianensemble.ch 

mondrian ensemble 

Wanja Aloe: soleil noir (2007) für Streichtrio
Isabel Klaus: must (2007) für Klavierquartett
Leopold Hurt: Neues Stück für Streichtrio, Uraufführung
Martin Jaggi: Neues Stück für Klavierquartett

mondrian ensemble
Daniela Müller
(Violine)
Christian Zgraggen (Viola)
Martin Jaggi (Violoncello)
Anton Kernjak (Klavier)


Dank künstlerischer Qualität und raffinierter Programmgestaltung hat sich das mondrian ensemble in den letzten Jahren einen festen Platz in der schweizerischen Musikszene geschaffen. Wir dürfen gespannt sein auf ein taufrisches Programm, von dem zum Zeitpunkt des Druckes dieses Programmhefts erst die Hälfte geschrieben ist:

Der Titel von Wanja Aloes Streichtrio soleil noir geht auf ein Zitat aus Luis Buñuels Film "Belle de jour" zurück, hat darüber hinaus aber keinen Bezug zur Filmhandlung. Lichtfantasien als Ausgangspunkt beim Komponieren. Eine schwarze Sonne strahlt schwarzes Licht aus, scheinbar ein Paradox und doch eine zugleich unheimliche und aufregende Vorstellung: kalte Energie, intensive eisige Hitze, künstliche Sterne.

Isabel Klaus übermittelte zu ihrem Klavierquartett must diese Verse:

Langsamer werden, schneller werden,
beruhigen, aufregen,
bleiben, gehen, intensiver werden, nachlassen.
Nacheinander oder gleichzeitig - gegeneinander oder miteinander. 
Eine Musik mit vielen Herzen und verschiedenen Vorhaben.
Die Herzen führen ihr Eigenleben - eigensinnig - 
provozieren einen Gefühlsspagat - stören einander - 
interpretieren einander - 
heizen sich gegenseitig an oder 
löschen sich aus.

Moritz Müllenbach


8

Mittwoch, 23. April 2008, 20.00

Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich
www.walcheturm.ch 

Solo

20.00 Claudia Birkholz: Toy Piano

John Cage: Suite for Toy Piano (1948)
Karlheinz Essl: Kalimba (2005) für Toy Piano und CD
Manfred Stahnke: Partota 11 - Sentimental Journey for Toy Piano (2006)
Christoph Herndler: toytoytoy (1998)
Thomas Läubli: Neues Stück, Uraufführung

21.00 Marcus Weiss: Saxophon

Wolfgang Heiniger: desafinado (2005) für Sopransaxophon, selbstspielende Trommel und einen Lautsprecher
Marcus Weiss: Improvisation
Giorgio Netti: ultimo a lato (2006) für Sopransaxophon
Marcus Weiss: Improvisation
Valentin Marti: Neues Werk für Tenorsaxophon


Toy Piano und Saxophon, zwei Instrumente mit kurzer und unterschiedlicher Vergangenheit, stehen in diesem Programm im Zentrum, gespielt von zwei herausragenden InterpretInnen. 

Es gibt neben dem Toy Piano nicht viele Instrumente, dessen Geschichte man in einem Programm, das lediglich die letzten 60 Jahre umfasst, fast lückenlos vorstellen kann. Umso mehr freuen wir uns, Thomas Läubli für einen Kompositionsauftrag gewonnen zu haben und somit eine Erweiterung des Repertoires zu ermöglichen. Gegenpol in diesem Programm ist John Cages Suite for Toy Piano, das erste für dieses (Trash?)-Instrument geschriebene Werk, das zahlreiche spätere Stücke inspiriert hat. Claudia Birkholz überzeugte uns vor nicht allzu langer Zeit schon als Pianistin des ensemble intégrales. Nun wird sie für uns in die kleinen Plastiktasten greifen. 

Dass das Saxophon innerhalb der Neuen Musik kein Schattendasein mehr fristet, ist zu einem wesentlichen Teil auch Marcus Weiss' Verdienst. Mit unzähligen Uraufführungen trägt er seit Jahren dazu bei, dem Saxophon ein umfangreiches Repertoire zu verschaffen. In letzter Zeit drückt er zudem seine aussergewöhnliche Musikalität vermehrt auch in ihrer direktesten Form, der Improvisation, aus.

Moritz Müllenbach, Valentin Marti