der Jugend, des Viertels, der Welt.» Ich möchte es hier aber in anderen Registern ...

Jahresprogramm 2019/2020


1   Schimpfluch Affiliated Actions
    Freitag, 27. September 2019, 20:30

2   Zwei Tage Zeit – Festival für improvisierte Musik
    Freitag, 17. Januar 2020, 19.30

3   Noise Me Tender
    Dienstag, 28. Januar 2020, 20.30

4   Down The Rabbit Hole
    Samstag, 28. März 2020, 20.30

5   Miniaturen II
    Freitag, 12. Juni 2020, 20.30



1

Freitag, 27. September 2019, 20:30
Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich
schimpflu.ch/associates, www.walcheturm.ch

Schimpfluch Affiliated Actions

SCHIMPFLUCH

Schweizer Uraufführung dreier Soloprojekte. 

Rudolf Eb.er / Alice Kemp / Dave Phillips 

In Zusammenarbeit mit dem Festival Musica in Strasbourg und dem Veranstalter Sonic Protest in Paris, präsentiert die IGNM Zürich drei neue Solo Kompositionen von Künstler*innen, die sich aus der legendären Zürcher Schimpfluch-Gruppe heraus artikulieren. Rudolf Eb.er aka Runzelstirn & Gurgelstøck gründete 1987 in Zürich das Aussenseiterkollektiv SCHIMPFLUCH. Die Aktivisten geniessen weltweit einen ausgezeichneten Ruf als Exponenten einzigartiger und obskurer klanglicher und bildlicher Arbeiten, physisch anspruchsvoller Performances und konfrontativer Schockbehandlungen, die den Zugang zum kollektiven Unterbewusstsein gewähren. Rudolf Eb.er's Kompositionen sind Portale in traumatische Weiten und Abgründe der menschlichen Existenz. Psychoaktive Akustik und Nahbereich-Feldaufnahmen von Natur und Zerfall führen in – und durch - die tiefsten Regionen der menschlichen Psyche. Eb.er wohnt und arbeitet in Japan. Alice Kemp entwickelt eine «Traum & Bild» Sprache, in der fragile Trancezustände in einer einzigartigen Mischung von Performance und Audiokomposition resultieren. Sie lebt und arbeitet in England. Klang als Kommunikation, direkt und ursprünglich, ein Werkzeug der Metaphysik, ein Bewusstsein, uneingeschränkte Sprache; Dave Phillips erforscht und hinterfragt Existenzen und Werte auf humanimalistische Art und Weise via Audio De/Konstruktion, Psychoakustik, Natur Field Recordings, Umwelt-Bewusstsein und radikaler Gesellschaftskritik.


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2

Freitag, 17. Januar 2020, 19.30
Theater Rigiblick, Germaniastrasse 99, 8044 Zürich
zweitagezeit.ch, www.theater-rigiblick.ch

Zwei Tage Zeit – Festival für improvisierte Musik

 

Freitag, 17. Januar 2020

19.30 Katharina Klement (Zither und Elektronik)
20.45 PST mit Edwin Prévost (Schlagzeug), Giancarlo Schiaffini (Posaune), John Tilbury (Klavier)
22.00 Nina Garcia (Gitarre) & Maria Bertel (Posaune)

Samstag, 18. Januar 2020

19.30 Beat the Odds mit Pascal Niggenkemper (Kontrabass), Elisabeth Coudoux (Cello), Félicie Bazelaire (Kontrabass), Ricardo Jacinto (Cello)
20.45 Sophie Agnel (Klavier)
22.00 Ariha Brass Quartet mit Axel Dörner (Trompete), Franz Hautzinger (Trompete), Mazen Kerbaj (Trompete), Carl Ludwig Hübsch (Tuba) 

Am 17. Und 18. Januar 2020 lädt die ignm zürich in Zusammenarbeit mit der WIM - Werkstatt für improvisierte Musik und dem Musikpodium der Stadt Zürich zu den Konzerten von Zwei Tage Zeit, die als Biennale wieder im Theater Rigiblick stattfinden. Das kompakte Festival für frei improvisierte Musik präsentiert ein facetten- und farbenreiches Programm mit internationalen Solo- bis Quartettbesetzungen.

Organisation und Programm: Daniel Studer (Idee), Antoine Chessex (ignm zürich), Sandra Weiss (WIM), Heinrich Mätzener (Musikpodium).


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3

Dienstag, 28. Januar 2020, 20.30
Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich
www.walcheturm.ch

Noise Me Tender

Carlo Ciceri: Neues Werk (2020, UA) für Viola, Transducers und Resonatoren
Marco Momi: SESTANTE P.M. (2017, UA) für Klavier solo
und Neues Werk (2020, UA) für Viola und Transducers

Jorge Sánchez-Chiong: Through the Looking-Glass, and What Tadao Found There (2018–20) für Turntables & Electronics, Overclockers (2014–16) für Viola und Turntables, Noise Me Tender | Noise Me True (2016) für elektronisch verstärkte Viola, Klavier, Sampler, Turntables und Elektronik, Darwin of Mine (2015) für elektronisch verstärkte Instrumente und Tonband

Christoph Herndler: Neues Werk (2020, UA) für Viola, Klavier und Turntables 

Petra Ackermann (Viola), Jorge Sánchez-Chiong (Turntables/Electronics), Philipp Meier (Klavier/Keyboard), Florian Bogner (Klangregie) 

Skurrile Wesen bevölkern die Performance CHARGED: Eine Gruppe überempfindlicher Nervenstränge sendet verworrene Informationen durch Rama Gottfrieds "apophänie". "Die Organismen dieser Miniaturwelt werden geboren, mutieren, werden absorbiert und verzehren sich. Eine Geschichte entsteht zwischen den mikroskopisch kleinen Entitäten." In der komplexen Operation von Elena Rykovas "101% Mind Uploading" pulsieren und säuseln noch im Entstehen begriffene Klangwesen durch die unzähligen Organe und Rezeptoren eines seltsamen grösseren Organismus. Der Poltergeist, der für Alexander Schuberts "Hello" im Sekundentakt neue Streiche erfindet, stellt sich am Ende heraus als der Komponist selbst, der Spielort als sein Wohnzimmer: "It’s an invitation to my personal world. Please enjoy." CHARGED ist durchdrungen von Bedeutungen und Verweisen, visuellen und akustischen Ebenen, die die drei Musiker-Performerinnen von Down the Rabbit Hole zu einem dichten dramaturgischen Bogen formen. Das 2017 gegründete Trio entwickelt neue Aufführungsformate für Programme zwischen Musik, Musiktheater und Performance.


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4

Samstag, 28. März 2020, 20.30
Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich
dtrh-collective.com, www.walcheturm.ch

Down The Rabbit Hole

Rama Gottfried: apophänie (2016/17) für Video-Marionetteninstrument
Elena Rykova: 101% Mind Uploading (2015) für drei Performer, Klavier, Objekte und Schlagzeug
Alexander Schubert: Hello (2014) für Instrumente, Live-Elektronik und Video 

Filipa Botelho (Klarinette) / Kaja Farszky (Schlagzeug) / Hanna Kölbel (Violoncello) 

Skurrile Wesen bevölkern die Performance CHARGED: Eine Gruppe überempfindlicher Nervenstränge sendet verworrene Informationen durch Rama Gottfrieds "apophänie". "Die Organismen dieser Miniaturwelt werden geboren, mutieren, werden absorbiert und verzehren sich. Eine Geschichte entsteht zwischen den mikroskopisch kleinen Entitäten." In der komplexen Operation von Elena Rykovas "101% Mind Uploading" pulsieren und säuseln noch im Entstehen begriffene Klangwesen durch die unzähligen Organe und Rezeptoren eines seltsamen grösseren Organismus. Der Poltergeist, der für Alexander Schuberts "Hello" im Sekundentakt neue Streiche erfindet, stellt sich am Ende heraus als der Komponist selbst, der Spielort als sein Wohnzimmer: "It’s an invitation to my personal world. Please enjoy." CHARGED ist durchdrungen von Bedeutungen und Verweisen, visuellen und akustischen Ebenen, die die drei Musiker-Performerinnen von Down the Rabbit Hole zu einem dichten dramaturgischen Bogen formen. Das 2017 gegründete Trio entwickelt neue Aufführungsformate für Programme zwischen Musik, Musiktheater und Performance.


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5

Freitag, 12. Juni 2020, 20.30
Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich
irinaugureanu.ch rafaelruetti.com, www.walcheturm.ch

Miniaturen II

Nik Bärtsch, Dennis Bäsecke-Beltrametti, Léo Collin, Mauro Hertig, Vera Kappeler, Linnéa Racine aka Evelinn Trouble, Julian Sartorius, Franziska Staubli: 8 Miniaturen für Sopran und Klavier
György Kurtág: Requiem Po Drugu op. 26 (1987) 

Irina Ungureanu (Sopran), Rafael Rütti (Klavier) 

Unter dem Titel "Zürcher Miniaturen" veranstaltete die ignm zürich 2018 ein Konzert mit dem Amar Quartett und vergab 13 Kompostionsaufträge an Komponierende aus dem Umfeld der improvisierten Musik. Der Uraufführungsabend führte zu einer spannenden Auseinandersetzung mit dem altehrwürdigen Format des Streichquartetts und zu einem Austausch zwischen den Szenen. In dieser zweiten Ausgabe knöpfen wir uns mit dem Klavierlied eine weitere traditionsreiche Gattung vor und vergeben acht Kompositionsaufträge für Sopran und Klavier. Dabei erweitern wir den geographischen Radius über Zürich hinaus und widmen diesen Abend Künstler*innen aus ganz unterschiedlichen Szenen, die sich je auf ihre Weise mit zeitgenössischer Musik auseinandersetzen. Was unterscheidet das Klavierlied vom Song? Wohl vor allem die Tatsache, dass man beim Lied die Aufführung Interpret*innen überlässt und sich diesen per Notation mitteilen muss. Damit stellen wir auch diesmal die Frage nach der Aktualität des traditionellen Komponierens: der Aufzeichnung von Musik auf Papier. György Kurtág, dessen "Requiem Po Drugu" (Requiem für einen Freund) im zweiten Teil des Konzerts aufgeführt wird, ist ein Komponist der oft mit neuen und eigenen Formen von Notation experimentiert und auch immer wieder mit den Grenzen der Notierbarkeit von Musik ringt. Wir freuen uns auf diese Begegnung und auf eine spannende zweite Runde mit Uraufführungen von Miniaturen!